Arapca ögren

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Lerne Arabisch

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Warum liest man den Koran auf Arabisch und lernt ihn zu lesen, selbst wenn man es nicht versteht?


1. Der Koran wurde auf Arabisch herabgesandt

Zunächst sei hier gesagt, dass der Koran nur in der arabischen Sprache existiert. Der Koran ist das den Menschen vom allmächtigen Gott in arabischer Sprache offenbarte Wort. Eine Übersetzung des Koran kann dessen Sinn zwar teilweise wiedergeben, ist jedoch nicht mehr das offenbarte Wort Gottes, sondern lediglich seine sinngemäße Übersetzung. Das heißt, wenn wir vom Koran sprechen, sprechen wir automatisch von der Botschaft die dem Propheten Muhammed ع.ص.م in arabischer Sprache offenbart wurde. Dies wird in vielen Versen des Korans deutlich:

„Das sind die Verse des deutlichen Buches. Wir haben es offenbart - den Koran auf Arabisch, auf dass ihr verstehen möget.“ (Sura 12, Vers 2)

„So haben Wir ihn herabgesandt als einen arabischen Koran, und Wir haben darin gewisse Warnungen klar gemacht, auf dass sie Gott fürchten mögen oder dass er ihnen eine Ermahnung sei.“ (Sura 20, Vers 13)

„Wir haben den Menschen in diesem Koran allerlei Gleichnisse aufgestellt, damit sie ermahnt sein möchten. Den Koran auf arabisch, ohne irgendwelche Krümme, auf dass sie rechtschaffen würden.“ (Sura 39, Verse 27-28)

„Also haben Wir dir den Koran auf Arabisch offenbart, dass du die Mutter der Städte warnest und alle rings um sie und (dass) du (sie) warnest vor dem Tag der Versammlung, an dem kein Zweifel ist.“ (Sura 42, Vers 7)

Auch sagt Allah جج im Koran, dass der Koran wie er offenbart wurde, in fehlerloser Sprache besteht. Eine Übersetzung macht die göttliche Erhabenheit der Sprache des Originaltextes zunichte und kann den Inhalt nur mit menschlichen Maßstäben wiedergeben.

„Bei dem deutlichen Buch, Wir haben es zu einem Koran in fehlerloser Sprache gemacht, auf dass ihr verstehen möchtet. Wahrlich, er ist bei Uns, in der Mutter der Schrift, erhaben, voll der Weisheit.“ (Sura 43, Verse 2-4)


2. Warum gerade Arabisch?

Da Allah جج nichts ohne eine entsprechende Weisheit macht, ist auch die Wahl der arabischen Sprache für die letzte Offenbarung Gottes an die Menschen kein Zufall. Die arabische Sprache ist sowohl von ihrem Klang, als auch von ihrer semantischen Beschaffenheit eine höchst komplexe, kunstvolle und flexible Sprache. So schrieb Goethe über die arabische Sprache beispielsweise folgendes:

«In keiner Sprache ist vielleicht Geist, Wort und Schrift so uranfänglich zusammengekörpert.» - Johann Wolfgang v. Goethe (Brief an Schlosser, 23.1.1815, WA IV, 25, 165)


3. Die Erhabenheit der originalen, arabischen Offenbarung

Wie sehr die Zeitgenossen des Propheten Muhammed ع.ص.م vom erhabenen, sprachlichen Stil des Korans beeindruckt waren, wird anhand der Herausforderungen im Koran deutlich, der die Menschen die Muhammeds ع.ص.م Prophetentum leugneten, dazu aufforderte etwas dem Koran in seiner sprachlichen Gewalt gleichendes zu fabrizieren. Trotz der zahlreichen Dichter der damaligen Zeit, die ihr gesamtes Leben der arabischen Sprache und der Lyrik widmeten, konnte keiner Verse hervorbringen, die an das Niveau des Korans herankamen:

„Und wenn ihr im Zweifel seid über das, was Wir herabgesandt haben zu Unserem Diener, dann bringt eine Sura hervor wie diesen (Koran) und ruft eure Helfer auf außer Allah جج, wenn ihr wahrhaft seid. Doch wenn ihr es nicht tut - und nie werdet ihr es vermögen -, dann hütet euch vor dem Feuer, dessen Nahrung Menschen und Steine sind, bereitet für die Ungläubigen.“ (Sura 2, Verse 22-23)

„Sagen sie: «Er hat ihn erdichtet»? Sprich: «Bringt denn eine Sura wie diesen (Koran) hervor und rufet, wen ihr nur könnt, außer Allah جج, (zur Hilfe,) wenn ihr wahrhaftig seid.“ (Sura 10, Vers 3)

An dieser Stelle seien einige Zitate seitens Experten der arabischen Sprache und Sprachwissenschaftlern genannt.

„Alle die mit dem arabischen Koran vertraut sind, stimmen überein im Lob der Schönheit dieses religiösen Buches, seiner edlen Erhabenheit, die so außergewöhnlich ist, dass keine Übersetzung in eine Europäische Sprache ihr jemals nahe kommen kann.“ - Edward Montet, „Traduction Francaise du Coran, Paris, 1929, Introduction, S. 53)

„Ein Wunder an Reinheit, an Stil, an Weisheit und an Wahrheit..” - Rev. R. Bosworth Smith, „Mohammed and Mohammedanism“)

“Selbst für Nicht-Muslime gibt es kaum etwas Erstaunlicheres als seine Sprache mit dem bemerkenswerten Reichtum ihres klangvollen Stils, die diese einfachen Menschen, die Redegewandheit so hoch schätzten, zu Begeisterungsstürmen hinriss. Das großartige Versmaß mit seinem bemerkenswerten Rhythmus spielte eine große Rolle bei der Konvertierung der Feinde und Skeptiker.“ - Paul Casanova, „L’enseignement de l’Arabe“, Antrittsvorlesung am College de France, 1909

„Der Quran hat in seinem arabischen Original eine verführerische Schönheit und seinen eigenen Charme durch seinen knappen, herrlichen Stil, seine kurzen, prägnanten Sätze, deren Reime eine ausdrucksstarke Kraft und eine explosive Energie besitzen, die in einer wörtlichen Übersetzung nur extrem schwer vermittelt werden können.“ - John Naish, M.A (Oxon), D.D., „The Wisdom of the Quran“, Oxford 1937

All diese Vorzüge des Korans würden also verloren gehen, würde man ihn nicht in seinem Original lesen, sondern lediglich in seiner Übersetzung. Dies heißt natürlich nicht, dass Übersetzungen des Korans in Sprachen die man besser beherrscht als das Arabische falsch sind, im Gegenteil, es ist notwendig um die Bedeutung der Worte des Korans zu verstehen. Deshalb ist es die beste Lösung, den Koran sowohl in seinem Original, als auch seiner sinngemäßen Übersetzung zu lesen.


4. Die Erhaltung des Originaltextes

Ein Punkt in dem der Koran jeder Schrift anderer Religionen überlegen ist, ist die Tatsache, dass der Koran heute die einzige heilige Schrift ist, die durchweg von ihrer originalen, einheitlichen Urquelle in ihrem Originaltext gelesen wird. So besitzt das Neue Testament beispielsweise gar keine einheitliche Quelle, sondern besteht viel mehr aus mehreren, teils voneinander unabhängigen Quellen deren Ursprung nicht genau zurück verfolgbar ist, auch wenn es eine „Hauptquelle“ (Logienquelle „Q“) gibt, aus der jedoch längst nicht der gesamte Inhalt kommt. Auch das Alte Testament bzw. die Tora / der Tanach werden nicht mehr in ihren Urquellen, welche zum Großteil ebenfalls nicht zurückverfolgbar sind, rezitiert, sondern nur aus einheitlichen Übersetzungen ins Hebräische oder andere Sprachen. Die Bücher des Alten Testaments sind ebenfalls nicht in einheitlicher Sprache, sondern in mehreren, wie z.B. Aramäisch, Hebräisch und weiteren niedergeschrieben wurden.

 

Dass der Koran bis zum Jüngsten Tag in seiner Originalform bestehen und keinen „Kanonisierungen“, Übersetzungen und Ergänzungen unterliegen wird, verspricht Allah جج selbst im Koran:

„Wahrlich, Wir Selbst haben diese Ermahnung herabgesandt, und sicherlich werden Wir ihr Hüter sein.“ (Sura 15, Vers 9)

Allah جج hütet also selbst über die Authentizität des Korans, und ein Teil dieser Behütung geschieht dadurch, dass der Koran stets in seinem Originaltext, also im Arabischen, gelesen, rezitiert und auswendig gelernt wird, weswegen es unmöglich ist, Änderungen am Koran vorzunehmen, da zahlreiche Muslime an allen Orten der Welt den Text des einen und selben, arabischen Korans auswendig beherrschen.


5. Die Einheit und Universalität der islamischen Gemeinde

Da der Islam eine Religion für die gesamte Menschheit ist, also für Menschen jeder Sprache und jeder Herkunft, ist es nötig, diese Verschiedenheit durch einen gemeinsamen Nenner auszugleichen, was der Islam durch die einheitliche, arabische Sprache des Korans macht. So erkennt ein Muslim aus Deutschland egal in welchem Land er sich in einer Moschee befindet, den Text des Korans der während eines Gebets rezitiert wird, versteht den Gebetsruf usw. Ein deutscher Christ oder Jude beispielsweise kann die Predigten aus der Bibel bzw. der Tora nur in seinem Heimatland verstehen, da jedes Land diese in seiner eigenen Sprache liest. Jedoch hat Allah جج in seiner Weisheit die Anhänger seiner letzten, für die ganze Welt gültigen, bis zum jüngsten Tag geltenden Botschaft anhand einer einheitlichen Sprache auf einen gemeinsamen, unabänderlichen Nenner gebracht.

“Die Gläubigen sind ja Brüder“ (Sura 49, Vers 10)

6. Lohn für das Rezitieren des Korans

Allah جج belohnt die Menschen für das Lesen des Korans. Der Prophet ع.ص.م berichtet, dass jeder einzelne, rezitierte Buchstabe des Korans dem Wert einer guten Tat entspricht, deren Wert durch Allahs جج Barmherzigkeit verzehnfacht werden kann.

 

„Für jeden gelesenen Buchstaben aus dem Buch Allahs جج gibt es eine Belohnung. Eine gute Tat wird mit dem zehnfachen belohnt. Ich sage nicht, dass Elif, Lam, Mim zusammen einen Buchstaben ergeben. Elif ist ein Buchstabe, Lam ist ein Buchstabe und Mim ist ein Buchstabe.“ (Tirmidhi)

Die Weisheit dahinter ist, dass Allah جج, obwohl er den Dienst der Menschen nicht benötigt, sie dazu motivieren will, das zu tun, was sie ins Paradies bringt – den Koran lernen und lesen. Dieser Lohn durch das Rezitieren des Korans ist unabhängig davon, ob man seinen Text versteht, da dies in vorangegangenem Hadith nicht erwähnt wird. Eine weitere Aussage des Propheten Muhammed ع.ص.م unterstreicht dies:

„Jemand der versucht den Koran zu lesen, obwohl es ihm schwer fällt, für den gibt es den doppelten Lohn.“ (Buchari, Muslim)

Es sei also zusammengefasst, dass es notwendig ist, den Koran auf Arabisch zu lesen, da er nur in dieser Sprache in seiner Originalform die von Allah جج überbrachte Botschaft an die Menschen ist und nur in dieser Form die sprachliche und stilistische Erhabenheit zum Vorschein kommt. Eine weitere Weisheit dahinter ist, dass es nie möglich war und nie möglich sein wird, den Koran zu verändern oder zu verfälschen, da sein Original von Millionen von Menschen an allen Orten der Welt auswendig gelernt und rezitiert wird. Die einheitliche Sprache der heiligen Schrift der Muslime, verbindet die Gläubigen aller Welt zu einer einheitlichen Gemeinde und stärkt ihre Brüderlichkeit, ebenfalls bekommt man den Lohn von Allah جج für das Rezitieren des Korans, ob man ihn versteht oder nicht.

Erneut sei hier gesagt, dass es aber mindestens genau so wichtig ist, den Inhalt des Korans zu kennen und zu verstehen, weshalb auf sinngemäße Übersetzungen nicht verzichtet werden soll. Die beste Lösung ist also, den Koran auf Arabisch auswendig zu lernen und zu lesen, und sich seiner Bedeutung in seiner eigenen Sprache anhand einer Übersetzung bewusst zu werden. Durch diese Vorangehensweise wird man des Weiteren sehr schnell ein Gespür für die Bedeutung der Worte und des Inhalts bekommen und anfangen die arabische Sprache zu verstehen.

 

   
© Es gibt keinen Gott außer Allah und Muhammed ist sein Gesandte Allahs