Bulldozer, Exekutionen, Leichenberge: Israels Armee hat im Flüchtlingslager Dschenin unvorstellbar gewütet. Die israelische Armee hat mit Bulldozern Häuser und Menschen niedergewalzt, Aufgabewillige erschossen und Leichenberge hinterlassen. In offiziellen israelischen Verlautbarungen heißt es dazu: "Aufgrund der Intensität der Kämpfe und der Komplexität der Operation war die Zahl der Opfer auf der israelischen und der palästinensischen Seite besonders hoch." Nach dem für die israelische Armee besonders "blutigen Dienstag", an dem 14 Soldaten in einem Hinterhalt von einem Selbstmordbomber mit in den Tod genommen wurden, entschloss sich die Armee zu einer brutaleren Operationsmethode: Statt weitere Fußtruppen bei Haus-zu-Haus-Durchsuchungen zu verheizen, schickte sie gepanzerte Bulldozer durch die schmalen Gassen, die Hunderte von Häusermauern einrissen und breite Schneisen zogen. Diese Verfahrensweise hatte General Ariel Scharon schon Anfang der siebziger Jahre in den Flüchtlingslagern im Gazastreifen angewandt, um sie für die Armee übersichtlicher und kontrollierbarer zu machen. Das Lager Dschenin gehörte mit ehemals rund 15.000 Bewohnern zu den größten der insgesamt 19 Lager im Westjordanland, die vor allem nach 1948 und im Anschluss an den Sechs-Tage-Krieg von 1967 eingerichtet wurden. Es gab über 400 Ermordete wobei mindestens 150 in den Straßen herumliegende Leichen von den Israelis verscharrt wurden, um sie vor der Öffentlichkeit zu verstecken. Verwundete erhielten keine Behandlung, da Ambulanzwagen unter Beschuss gerieten. Über 2000 Männer wurden in Konzentrationslager verschleppt. Am Donnerstag schickte die Palästinensische Gesellschaft zum Schutz der Menschenrechte erneut alarmierende E-Mails in die Welt: Nach Augenzeugenberichten hätte die Armee begonnen, große Massengräber im Lager auszuheben, in denen mit der Beerdigung der Leichen hastig begonnen worden sei. Damit solle der Augenschein für israelische Kriegsverbrechen vertuscht werden. Zitiert werden Erklärungen von Offizieren gegenüber der Zeitung "Haaretz" vom 9. April,in denen es unter anderem hieß: "Bulldozer reißen die Häuser ein und richten schreckliche Zerstörungen an. Wenn die Welt die Bilder sieht von dem, was wir hier getan haben, wird uns das immensen Schaden zufügen". Wie Agenturen ergänzend berichten, soll Israels Außenminister Schimon Peres laut Zeitung "Haaretz" von einem "Massaker" in Dschenin gesprochen haben. Das Büro des Außenministers stellte später klar, Peres habe die Befürchtung ausgedrückt, die Palästinenser könnten die heftigen Kämpfe "als Massaker darstellen".

Peter Hansen, Direktor der Flüchtlingshilfsorganisation UNRWA der Vereinten Nationen, hatte am 7. April zu Protokoll gegeben: "Wir erhalten Berichte über reinen Horror - daß Hubschrauber Wohngebiete beschießen, daß systematischer Panzerbeschuss Hunderte Menschen getroffen hat und dass Nahrung und Medikamente zu Ende gehen. Im Namen menschlichen Anstands appellieren wir an die Armee, uns die Evakuierung der Verletzten und die Auslieferung von Essen und Medikamenten zu ermöglichen."

UN-Gesandter: Flüchtlingslager Dschenin wurde vollkommen zerstört (Netzeitung 18. Apr 13:19): Die israelische Armee hat mit ihrem Angriff das Camp Dschenin im Westjordanland dem Erdboden gleichgemacht, sagt ein UN-Vertreter. Das Leiden der Überlebenden übersteige jede Vorstellung. Das Flüchtlingslager Dschenin im Westjordanland existiert nicht mehr. Nach der israelischen Offensive steht dort kaum noch etwas. Das Lager sei "völlig zerstört, als ob es von einem Erdbeben erschüttert wurde", sagte der UN-Sondergesandte Terje Roed-Larsen. Er hat das Camp am Donnerstag besucht und war offensichtlich entsetzt von dem Ausmaß der Katastrophe. Roed-Larsen sprach von einem "Schrecken, der das Verständnis übersteigt". Es sei "völlig unannehmbar", dass die israelische Regierung Rettern seit elf Tagen den Zugang verweigere, sagte Roed-Larsen. Helfer müssten unter den Trümmern nach Überlebenden suchen...

Während solche Bilder und die dazugehörigen Filme in den TV-Sendern der gesamten arabischen und asiatischen Welt und selbst in den USA bei CNN ausführlich gezeigt werden, geben deutsche TV-Sender kaum etwas davon wieder!

Dabei ist Dschenin nur eine Episode der fürchterlichen Verbrechen Israels in dieser zionistischen Offensive, die den Namen "Operation Schutzwall" trägt. In Wirklichkeit handelt es sich dabei gemäß den Worten Scharons um einen: "totalen Krieg". Am 29.3. beschießen zionistische Panzer den wehrlosen Hauptsitz der palästinensischen Autonomiebehörde. Obwohl bereits am 30. März: der UN-Sicherheitsrat mit Zustimmung der USA den Rückzug der israelischen Truppen aus dem Westjordanland verlangt, geht die Offensive unvermindert weiter. In den nächsten Tagen rücken zionistische Panzer weiter vor und am Ostermontag in die Städte Kalkilia, Tulkarem und insbesondere in den Geburtsort Jesu (a.) Bethlehem ein und umstellen die Geburtskirche, in die sich fast 200 Palästinenser geflüchtet haben.

Das Massaker von Dschenin beginnt tags darauf am 2. April und dauert bis zum 11. April. Am 4. April rollen zionistische Panzer in die größte Palästinenserstadt Nablus ein. Jeder weitere Einmarsch ist mit unzähligen Ermordungen unschuldiger Palästinenser verbunden (darunter Frauen und Kinder). Am 10. April fordern die UN, EU, USA und Russland in Madrid die sofortige Einstellung der Kämpfe. Israel "spuckt" auf alle Forderungen der Welt. Daraufhin fordert UN-Generalsekretär Kofi Annan die Entsendung einer Eingreiftruppe. Die USA "erklärt" ihm, dass es zu so einer Resolution nie kommen wird, da die USA gegebenenfalls ihr Veto-Diktat nutzen werden. Am 19. April beschließt dann der Weltsicherheitsrat eine Untersuchung des Massakers im Flüchtlingslager Dschenin. Israel führt die UN an der Nase umher und lässt dann keinen einzigen Inspekteur nach Israel einreisen, so dass Annan am 1. Mai die Untersuchungskommission ungetaner Dinge auflösen muss. Kein anders Land der Erde darf derart ungestraft die gesamte Staatengemeinschaft für dumm verkaufen und nach eigenen Massakern Bedingungen stellen. Zuletzt gab es eine ähnliche Weltsituation nur bei den anfänglichen Massakern Hitlers an seinen Nachbarländern.

Quelle:
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